Valore ist ein winziges, friedliches Dorf in der Ebene Mittelseelands, eingebettet zwischen Ejby, Viby Sjælland und Borup in der Gemeinde Køge. Mit knapp vierzehn Haushalten belohnt es Reisende, die den großen Sehenswürdigkeiten entfliehen, mit etwas Stillerem: tiefer ländlicher Ruhe und vielschichtiger Geschichte. Seit der Jungsteinzeit wird hier Ackerbau betrieben, und vorgeschichtliche Großsteingräber (Langdysser) erheben sich noch immer aus den Feldern. Im Mittelalter war Valore ungewöhnlich — statt einem Feudalherrn unterstand das Dorf der Universität Kopenhagen, und die Bauern lieferten einen Teil jeder Ernte ab, um die Professoren zu versorgen. Bis in die 1970er Jahre besaß das Dorf einen eigenen Laden mit Zapfsäule, eine Schmiede, einen Schuster, ein Wasserwerk und eine Schule. In der Nähe liegen der mittelalterliche Hof Farebæksholm und das seit 1997 geschützte Moor Valore Mose, während ein Gedenkstein an die Befreiung von 1945 erinnert. Ein Ort für gemächliche Spaziergänge und weiten Himmel.