Teglholmen, dessen Name auf die einst hier ansässigen Ziegeleien zurückgeht, ist eine kleine ehemalige Industrieinsel im Südhafen (Sydhavn) von Kopenhagen, nur wenige Kilometer südlich des Zentrums. Wo früher Ziegelbrennerei, Holzlager und Schiffbau das Bild prägten, ist in den letzten zwei Jahrzehnten eines der dynamischsten Hafenviertel der dänischen Hauptstadt entstanden. Heute ist Teglholmen eine markante Mischung aus moderner Architektur, gläsernen Bürotürmen, farbenfrohen Wohnblocks und ruhigen Wohnstraßen, die fast überall auf das Wasser treffen. Die Insel lebt von ihrer Beziehung zum Hafen. Kanäle winden sich zwischen den Gebäuden, private Bootsstege und schwimmende Pontons säumen die Kais, und im Sommer paddeln und schwimmen die Bewohner direkt vor ihrer Haustür. Breite Promenaden folgen dem Wasser und bieten weite Blicke über den Hafen zur Kanalstadt Sluseholmen und zu den Windrädern an der Hafeneinfahrt. Radfahrer und Spaziergänger überqueren schlanke Brücken, die Teglholmen mit dem Nachbarviertel Enghave Brygge und dem übrigen Sydhavn verbinden. Obwohl das Viertel noch im Wandel ist, herrscht eine ruhige, fast maritime Atmosphäre. Cafés und kleine Lokale reihen sich am Wasser, grüne Innenhöfe lockern die modernen Fassaden auf, und Reste der industriellen Vergangenheit überdauern in verwitterten Kränen und umgebauten Lagerhäusern. Es ist ein Ort, der langsames Erkunden belohnt – ein Bummel entlang der Kais, das Beobachten der Boote in der Schleuse und das wechselnde Licht auf dem Wasser. Für Besucher zeigt Teglholmen, wie Kopenhagen seine alten Hafengebiete neu denkt: nachhaltig, in menschlichem Maßstab und eng mit dem Meer verbunden. Das Viertel ist mit dem Fahrrad oder dem Hafenbus vom Zentrum aus leicht zu erreichen und lässt sich gut mit einem längeren Spaziergang durch den gesamten Südhafen verbinden. Ruhig, modern und unverkennbar nordisch ist es ein lohnender Abstecher für alle, die die neuesten Kapitel der Stadt entdecken möchten.



