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Sluseholmen

Sluseholmen ist eines der markantesten modernen Viertel Kopenhagens – eine Gruppe künstlicher Inseln, verwoben von schmalen Kanälen im Südhafen (Sydhavn) der Stadt. Einst ein raues industrielles Hafengelände, wurde das Areal Anfang der 2000er Jahre in ein wassernahes Quartier verwandelt, inspiriert von den Grachtenstädten der Niederlande; der niederländische Architekt Sjoerd Soeters prägte seinen Grundriss mit. Acht kleine Inseln werden von engen Wasserläufen getrennt und durch Fußgängerbrücken wieder verbunden, sodass das Wasser stets nur wenige Schritte entfernt ist. Entlang der Kais erheben sich die Wohnblöcke als buntes Patchwork farbiger Fassaden, jedes Gebäude mit eigenem Charakter, doch alle im selben Rhythmus. Viele Bewohner haben ein kleines Boot direkt unter den Fenstern vertäut, und private Höfe und Kanalgärten schenken diesem zentrumsnahen Ort eine überraschende Ruhe. Ein Spaziergang hier fühlt sich an wie ein Treiben durch ein nördliches Amsterdam: Spiegelungen schimmern auf dem stillen Wasser, Enten und Schwäne gleiten zwischen den Pontons, und der Hafen öffnet sich nach Süden zum Meer. Das Viertel ist ein schönes Beispiel für Kopenhagens Bestreben, seinen Industriehafen für das Alltagsleben zurückzugewinnen, und verbindet dichten modernen Wohnbau mit großzügigem öffentlichem Zugang zum Wasser. Man kann über die Uferpromenaden schlendern, die skulpturalen Brücken überqueren und in Cafés am Kanal verweilen oder der Hafenfront weiter zu den benachbarten Inseln und den beliebten Hafenbädern im Norden folgen. Im Sommer füllen Kajaks und kleine Boote die Kanäle, während das Abendlicht die Fassaden golden färbt. Obwohl Sluseholmen zum Wohnen und nicht zum Besichtigen gebaut wurde, belohnt es den langsamen Bummel und gewährt Besuchern einen Einblick in zeitgenössische dänische Stadtgestaltung sowie einen friedlichen, von Wasser durchzogenen Winkel der Hauptstadt fernab des Touristentrubels.