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Museen

Oluf-Høst-Museum

4.6· 1h 15m Besuch· Easy
Oluf-Høst-Museum

Das Oluf-Høst-Museum befindet sich in dem weiß gekalkten Haus in Gudhjem, in dem Bornholms beliebtester Maler den größten Teil seines Lebens lebte und arbeitete, und nur wenige Museen lassen einen so vollständig in die Welt eines Künstlers eintreten. Oluf Høst (1884–1966) wurde auf der Insel geboren und kehrte nach seiner Ausbildung in Kopenhagen und Reisen durch Europa zurück, um sich oberhalb des Hafens von Gudhjem niederzulassen. Er nannte das Haus Bognemark und malte dessen Garten, Mauern und die umliegende Küste über Jahrzehnte hinweg besessen, während er dem wechselnden Ostseelicht durch jede Stunde und Jahreszeit nachjagte.

Der Gang durch die Räume fühlt sich weniger wie ein Galeriebesuch an als vielmehr wie der Eintritt in ein Privathaus, das einfach innegehalten hat. Das Gebäude wurde nahezu so bewahrt, wie Høst es verließ: niedrige Decken, abgetretene Böden, die Möbel des Malers und an den Wänden eine wechselnde Auswahl aus der großen Sammlung seiner Werke. Weil er immer wieder zu denselben Motiven zurückkehrte — die im Schnee leuchtenden Hofgebäude von Bognegård, das Gartentor, die zum Meer hinabpurzelnden Dächer Gudhjems —, kann das Museum zeigen, wie sich ein einziges Motiv unter verschiedenem Wetter und Stimmung wandelt. Winterbilder lodern in unerwarteten Rot- und Violetttönen; Sommergemälde lösen sich in schimmerndes Grün auf.

Der Garten ist ein wesentlicher Teil des Erlebnisses und bei schönem Wetter der Höhepunkt. Høst entwarf und pflegte ihn selbst, und er überlebt als lebendiges Werk: steinummauerte Terrassen, alte Obstbäume und mit dem Auge eines Malers angelegte Beete, die sich zu genau jenem Küstenbogen öffnen, der so viele seiner Bilder füllt. Wenn man dort sitzt, versteht man die Gemälde von innen — die Aussicht war kein Hintergrund, sondern das ganze Motiv.

Das Museum ist intim statt erschöpfend; etwa fünfundsiebzig Minuten genügen, um das Haus zu sehen, die aktuelle Hängung aufzunehmen und im Garten zu verweilen. Ein kleiner Laden verkauft Drucke, Karten und Bücher, und das Personal erklärt gern, wie die Sammlung rotiert und wie Høst in die größere Geschichte Bornholms als Künstlerinsel passt — eines Ortes, dessen Granitlicht das ganze zwanzigste Jahrhundert hindurch Maler anzog.

Da das Haus am steilen Hang über dem Hafen von Gudhjem liegt, erfordert es einen kurzen, aber steilen Aufstieg von der Uferpromenade, und das historische Interieur hat Stufen und enge Räume, die die volle Barrierefreiheit einschränken, auch wenn der Garten teilweise von allen genossen werden kann. Die beste Zeit für einen Besuch ist ein Sommermorgen, wenn das Hafenlicht am weichsten ist und der Garten blüht, idealerweise kombiniert mit einem Bummel durch Gudhjem selbst — seine Räuchereien, Fachwerkgassen und den kleinen Hafen, den Høst so oft malte. Für alle, die neugierig sind, warum Bornholm für die dänische Kunst so viel bedeutet hat, ist dieses stille Haus der richtige Anfang.

Ein Insider-Tipp

Nehmen Sie sich Zeit im ummauerten Garten, den der Maler pflegte — viele Bilder entstanden mit Blick auf genau diese Aussicht.

Anfahrt

Ein steiler 5-minütiger Aufstieg vom Hafen Gudhjem an der Nordküste der Insel.

Beste Besuchszeit

Sommermorgen, wenn das Hafenlicht am weichsten ist.

Barrierefreiheit

Das historische Haus hat Stufen und enge Räume; der Garten ist teilweise zugänglich.

Ausstattung

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