Das Dänische Museum für Jagd und Forstwirtschaft (Dansk Jagt- og Skovbrugsmuseum) erzählt die lange Geschichte, wie die Dänen mit ihren Wäldern und wilden Landschaften gelebt, in ihnen gejagt und sie geformt haben. Als Teil des Nationalmuseums von Dänemark bewahrt es eine der vollständigsten Sammlungen des Landes zum Verhältnis von Mensch und Natur, von den frühesten Jägern bis zur modernen nachhaltigen Forstwirtschaft.
Das Museum liegt in Hørsholm in Nordseeland, in einer Gruppe historischer Gebäude, die einst mit dem prächtigen Schloss Hirschholm verbunden waren, das hier im 18. Jahrhundert stand, bevor es abgerissen wurde. Gegründet 1942, entstand das Museum aus dem Wunsch, die Werkzeuge, Waffen und Traditionen eines sich rasch wandelnden ländlichen Dänemarks zu bewahren. Die Säle verfolgen sowohl das praktische Handwerk des Waldes als auch die Kultur, die es umgab.
Zu den Höhepunkten gehört eine beeindruckende Reihe historischer Jagdwaffen, von verzierten Steinschlossgewehren bis zu alltäglichen Schrotflinten, dazu schön montierte Tierpräparate dänischer Hirsche, Füchse, Vögel und anderen Wildes. Die Forstabteilung zeigt die überraschend komplexe Wissenschaft der Waldpflege: vom Samen zum Setzling zum Bauholz, die Äxte und Sägen von Generationen von Förstern und die wandelnden Vorstellungen davon, wozu ein Wald da ist. Dioramen und Mitmachstationen helfen jüngeren Besuchern, sich den Wald durch die Jahreszeiten vorzustellen.
Eine denkwürdige Geschichte, die das Museum bewahrt, ist die der königlichen Parforcejagd-Landschaft Nordseelands, eines Netzes schnurgerader Waldwege in Sternform, damit Könige zu Pferd Hirsche mit Hunden jagen konnten. Diese Landschaft um Store Dyrehave und Gribskov ist heute UNESCO-Welterbe, und das Museum hilft den Besuchern, die pfeilgeraden Alleen zu lesen, die in den nahen Wäldern noch sichtbar sind.
Der Besuch ist entspannt und familienfreundlich. Der Maßstab ist menschlich, und man kann das Museum bequem in ein bis zwei Stunden sehen. Die meisten Ausstellungsbereiche liegen ebenerdig, mit stufenlosen Wegen in die Hauptsäle und barrierefreien Toiletten; einige ältere Gebäudeteile haben Schwellen, und das Personal hilft gerne. Es gibt Parkplätze, und der umliegende Hørsholm Slotspark mit See und Kirche lädt zu einem Spaziergang davor oder danach ein.
Das Museum ist ganzjährig zu genießen, weil es in Innenräumen liegt, doch Spätfrühling und Herbst sind besonders lohnend: die Herbstfarben im benachbarten Park spiegeln das Forstthema wider, und das Museum bietet in den dänischen Schulferien oft saisonale Familienaktivitäten.
Die Anreise ist einfach. Von Kopenhagen mit der S-Bahn oder einem Regionalzug Richtung Hillerød und Umstieg nach Hørsholm, oder mit den Buslinien 150S/375R entlang der Küste und ins Landesinnere nach Hørsholm, dann ein kurzer Fußweg. Mit dem Auto folgt man dem Helsingørmotorvejen (E47/E55) nach Norden von Kopenhagen, Ausfahrt Hørsholm, und weiter den Schildern zum Stadtzentrum und Hørsholm Slotspark; Parkplätze sind in der Nähe. Die Fahrt aus dem Zentrum Kopenhagens dauert etwa vierzig Minuten.
Ein Insider-Tipp
Verbinden Sie den Besuch mit einem Spaziergang durch den Hørsholm Slotspark und an der Kirche auf der Insel vorbei, wo einst das abgerissene Schloss Hirschholm stand. Achten Sie auf die schnurgeraden Parforcejagd-Wege in den nahen Wäldern, ein UNESCO-Welterbe.
Anfahrt
Von Kopenhagen mit der S-Bahn oder Regionalbahn Richtung Hillerød und Umstieg nach Hørsholm, oder mit den Buslinien 150S/375R. Mit dem Auto der Helsingørmotorvejen (E47/E55) nach Norden folgen, Ausfahrt Hørsholm, weiter zum Stadtzentrum und Hørsholm Slotspark. Parkplätze sind in der Nähe, die Fahrt aus dem Zentrum dauert etwa 40 Minuten.
Beste Besuchszeit
Ganzjährig geöffnet, da das Museum in Innenräumen liegt. Spätsommer und Herbst sind besonders lohnend, wenn sich der umliegende Park verfärbt und das Thema Forstwirtschaft lebendig wird. An Wochentagen außerhalb der Schulferien ist es ruhig, in den Ferien gibt es Familienaktivitäten.
Barrierefreiheit
Die meisten Ausstellungsbereiche liegen im Erdgeschoss mit stufenlosem Zugang zu den Hauptsälen und einer barrierefreien Toilette. Einige ältere Gebäudeteile haben Türschwellen, das Personal hilft gerne. Parkplätze befinden sich nahe dem Eingang.


