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Natur und Parks

Christianshavns Vold

Christianshavns Vold

Der Christianshavns Vold ist einer der besterhaltenen historischen Festungswälle Kopenhagens – ein grünes Band aus grasbewachsenen Böschungen, baumgesäumten Wegen und stillem Wasser, das sich am östlichen Rand des Stadtteils Christianshavn entlangzieht. Die Erdwälle entstanden im 17. Jahrhundert unter König Christian IV. als Teil der Befestigungen, die die wachsende Hauptstadt schützten. Über Generationen hinweg standen hier Kanonen und kantige Bastionen der Verteidigung des Hafenzugangs entgegen. Die militärische Bedrohung verschwand längst, und die Wälle verwandelten sich in eine der beliebtesten Grünanlagen der Stadt. Weiden und alte Kastanien neigen sich über den Wassergraben, und die einstigen Bastionen erheben sich heute als sanfte grüne Hügel mit weiten Ausblicken über das Wasser hin zu den Türmen der Innenstadt. Wer auf der Krone des Walls spaziert oder radelt, folgt Linien, die vor Jahrhunderten von Festungsbaumeistern gezogen wurden, vorbei an Bastionen, deren Namen noch an die Festungszeit erinnern. Der Weg ist ruhig und weitgehend autofrei – ein Lieblingsort der Einheimischen, die hier joggen, auf den Hängen picknicken, im Graben angeln oder einfach das wechselnde Licht über Kopenhagen betrachten. Im Sommer leuchten die Böschungen üppig grün, im Winter geben die kahlen Bäume die klare Geometrie der alten Anlage frei. In der Nähe liegen die Freistadt Christiania, bunte Hausboote entlang der Kanäle und die charaktervollen Straßen Christianshavns mit ihren Cafés und historischen Lagerhäusern. Bequem zu Fuß oder mit der Metro vom Zentrum aus zu erreichen, belohnt der Christianshavns Vold zu jeder Jahreszeit einen gemächlichen Spaziergang und verbindet jahrhundertealte Geschichte mit dem Alltagsrhythmus eines lebendigen Viertels. Hier begegnen sich Kopenhagens Vergangenheit und Gegenwart still am Wasser.