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Arsenaløen ist eine der künstlichen Inseln, die zusammen Holmen bilden, das ehemalige Marinegelände am nordöstlichen Rand der Kopenhagener Innenstadt. Der Name erinnert an die militärische Vergangenheit der Insel, als sie der Königlich Dänischen Marine als Arsenal und Lagerplatz diente und Speicher, Seilereien und Werkstätten dicht an den Kais standen. Jahrhundertelang war die Öffentlichkeit hinter Toren und Wachhäusern ausgesperrt, doch nachdem sich die Marine in den 1990er Jahren zurückgezogen hatte, wurde Holmen nach und nach geöffnet und in eines der eigenwilligsten Viertel der Stadt verwandelt. Heute ist Arsenaløen eine stille, flache Landschaft aus roten Backsteinbauten, gepflasterten Gassen und begrünten Wällen, durchzogen von Kanälen, in denen Hausboote und kleine Boote vertäut liegen. Lange, gerade Wasserwege trennen die Insel von den Nachbarinseln Frederiksholm und Dokøen, während Fußbrücken und Radwege ganz Holmen miteinander verbinden. Große Teile des Gebiets gehören heute der kreativen und akademischen Welt: Kunst-, Architektur-, Film- und Musikhochschulen haben sich in den alten Marinegebäuden eingerichtet und verleihen der Insel eine lernbegierige, fast bohemehafte Atmosphäre. Besucher kommen wegen des Gefühls von Weite und Licht, das in einer Hauptstadt so selten ist. Weite Himmel öffnen sich über dem Hafen, das Wasser spiegelt das wechselnde Wetter, und die Kupferkuppel und Glasfassade der Kopenhagener Oper erheben sich ganz in der Nähe jenseits des Kanals. Zu Fuß oder mit dem Rad lässt sich die Insel am besten erkunden: Man folgt den Kaikanten, beobachtet die im Wind kreuzenden Jollen und setzt sich auf eine Bank, um den niedrigen Horizont auf sich wirken zu lassen. Klassische Sehenswürdigkeiten gibt es hier kaum – und genau das macht den Reiz aus. Arsenaløen belohnt den neugierigen Spaziergänger mit maritimer Geschichte, moderner Architektur und einer unaufgeregten, abseits gelegenen Ruhe, nur wenige Minuten vom Trubel der Kopenhagener Innenstadt entfernt.