Denmark GuideDenmark Guide
Bogø

Bogø ist eine kleine, grüne Insel im Smålandsfarvandet im Süden Dänemarks, eingebettet zwischen Møn, Falster und Seeland. Auf nur rund 13 Quadratkilometern leben einige hundert Menschen, und die Insel besticht durch eine sanfte, fast zeitlose Landschaft aus welligen Feldern, Weißdornhecken und stillen Feldwegen, die an der Küste enden. Seit 1943 verbindet ein Damm Bogø mit der Nachbarinsel Møn, sodass man ohne Fähre mit dem Auto anreisen kann – während die alte Holzfähre nach Stubbekøbing auf Falster auf einer der ältesten Fährrouten des Landes die maritime Seele der Insel bewahrt.

Das Wahrzeichen der Insel ist die Bogø Mølle, eine stattliche holländische Windmühle von 1852, die noch immer auf dem höchsten Punkt der Insel thront und ein stolzes lokales Symbol ist. Im Hauptort Bogø By säumen weiß gekalkte und reetgedeckte Häuser die Straßen, und die schöne Lindenallee lädt zu einem schattigen Spaziergang ein – eine Erinnerung an die Zeit, als Bogø mit seiner angesehenen Navigationsschule ein Ort der Bildung war.

Besucher kommen für die Ruhe und die Nähe zur Natur. Die Insel lässt sich in wenigen Stunden mit dem Rad umrunden; man badet an stillen Stränden, sammelt Steine am Ufer oder beobachtet die vielen Vögel, die im flachen Wasser rasten. Im Frühling blühen Obstbäume und Wildblumen, im Sommer färben sich die Felder golden.

Bogø ist kein Ort für Lärm und Trubel, sondern für alle, die echtes dänisches Inselleben in gemächlichem Tempo suchen. Hier treffen Geschichte, Meer und Alltag zu einem überschaubaren, gemütlichen Ganzen zusammen, in dem die Gastfreundschaft ehrlich und der Ausblick stets blau ist. Eine kurze Fahrt über den Damm führt in eine Welt, die weit entfernt vom hektischen Festland zu liegen scheint.