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Natur und Parks

Ørstedsparken

Ørstedsparken

Der Ørstedsparken ist eine der anmutigsten Grünanlagen Kopenhagens, eingebettet zwischen den belebten Straßen rund um Nørreport und dem historischen Herzen der Stadt. Angelegt entlang der einstigen Wälle, die die Hauptstadt umgaben, wurde der Park 1879 nach einem Entwurf des Landschaftsarchitekten H.A. Flindt eröffnet, der einen Teil der früheren Befestigungsanlagen in eine romantische Landschaft im englischen Stil verwandelte – mit sanft geschwungenen Rasenflächen, gewundenen Kieswegen und alten Bäumen. In der Mitte liegt ein langgestreckter See, ein erhaltener Rest des Grabens, der einst die Stadt schützte; seine Ufer säumen Weiden, die sich im Wasser spiegeln. Der Park trägt den Namen von Hans Christian Ørsted, dem dänischen Physiker, der den Elektromagnetismus entdeckte, und eine Statue zu seinen Ehren steht inmitten des Grüns. Am meisten geliebt wird der Ørstedsparken wohl für seine bemerkenswerte Sammlung von Skulpturen, die ihm den Ruf einer Freiluftgalerie eingebracht hat. Figuren aus Bronze und Marmor – klassische Akte, mythologische Szenen und Porträts bekannter Dänen – verteilen sich entlang der Wege und rund um das Wasser und laden die Besucher zum Verweilen und genauen Hinsehen ein. Im Frühling erblühen die Blumenbeete in kräftigen Farben, im Sommer breiten sich Büroangestellte zur Mittagspause im Gras aus, und im Herbst färben sich die alten Bäume golden und kupferrot. Kinder spielen auf dem kleinen Spielplatz, Jogger ziehen ihre Runden am Rand, und Einheimische setzen sich einfach mit einem Kaffee auf eine Bank und beobachten die Enten. Trotz seiner zentralen Lage wirkt der Park wie ein ruhiger Rückzugsort vom umgebenden Verkehr, eine Oase der Stille nur wenige Schritte von Geschäften und Cafés entfernt. Ob man wegen der Kunst, des Grüns oder eines Moments der Ruhe mitten am Kopenhagener Tag kommt – der Ørstedsparken belohnt einen langsamen, entspannten Besuch.