Denmark GuideDenmark Guide

Städte· Freier Eintritt

Odense

4.6· 5h Besuch· Easy
Odense

Odense ist die Hauptstadt Fünens und die drittgrößte Stadt Dänemarks, trägt ihre Größe jedoch mit Leichtigkeit. In ihrem Herzen liegt eine kompakte, fußgängerfreundliche Altstadt mit Kopfsteinpflastergassen, schiefen Fachwerkhäusern und stillen Höfen, durchzogen vom Fluss Odense Å und aufgelockert durch großzügige Parks — eine Stadt, die eher wie eine großgewordene Marktstadt als eine Metropole wirkt. Vor allem ist sie die Geburtsstadt von Hans Christian Andersen, und die Präsenz des großen Märchendichters ist in die Straßen, die Museen und das Selbstbild des Ortes eingewoben.

Der naheliegende Ausgangspunkt ist das H.-C.-Andersen-Haus, ein auffallend modernes Museum, das sich um das bescheidene Fachwerkhaus schmiegt, in dem der Dichter 1805 geboren wurde. Seine fantasievollen Ausstellungsräume tauchen die Besucher in die Welt der Märchen ein, während die umliegenden Gassen des alten Andersen-Viertels — Bangs Boder und die Straßen ringsum — die Atmosphäre der kleinen Provinzstadt bewahren, in der er aufwuchs. In der Nähe erweitern das Kindheitshaus und das Kinderkulturzentrum Feuerzeug (Fyrtøjet) die Geschichte für jüngere Besucher.

Doch Odense ist weit mehr als ein einzelner Dichter. Die zweitürmige St.-Knuds-Kirche birgt die Gebeine von König Knud dem Heiligen, dem mittelalterlichen Heiligenkönig, der hier 1086 ermordet wurde, sowie eines der schönsten gotischen Altarbilder Nordeuropas. Der Brandts-Komplex in einer umgebauten Textilfabrik zeigt wechselnde Ausstellungen von Kunst und Fotografie, während das dänische Eisenbahnmuseum, das größte des Landes, neben dem Bahnhof alle Altersgruppen erfreut. Am Stadtrand lässt das Freilichtmuseum Den Fynske Landsby das dänische Landleben vergangener Jahrhunderte wieder aufleben, erreichbar mit einem reizvollen Flussboot, das die Odense Å durch grüne Wiesen hinauftreibt.

Das moderne Odense hat sich mit Energie neu erfunden. Eine neue Straßenbahn gleitet durch ein umgebautes Zentrum, in dem ein früherer Autobahnring untertunnelt wurde, um die Altstadt wieder zusammenzufügen, und eine lebendige Studentenschaft der Süddänischen Universität füllt die Cafés, Konzertorte und Craft-Beer-Bars. Die Fußgängerstraßen quellen über von unabhängigen Läden und nordischen Restaurants, und die Uferwege sowie der weite Park Munke Mose machen es leicht, den Trubel der Stadt binnen Minuten gegen Grün einzutauschen.

Die Stadt ist das ganze Jahr über ein Vergnügen, doch zwei Jahreszeiten stechen hervor: der Hochsommer, wenn das H.-C.-Andersen-Festival die Straßen mit Aufführungen füllt und der Fluss mit Kanus und Freiluftcafés zum Leben erwacht, und der Dezember, wenn einer der bezauberndsten Weihnachtsmärkte Dänemarks die Altstadt in eine Szene aus einem von Andersens eigenen Märchen verwandelt. Odense ist leicht zu erreichen — es liegt an der Hauptbahn zwischen Kopenhagen und Jütland, kaum 75 Minuten von der Hauptstadt entfernt — und sein flaches, kompaktes Zentrum eignet sich perfekt zum Erkunden zu Fuß oder mit dem Rad. Für jeden, der Fünen bereist, ist es der natürliche und lohnende Dreh- und Angelpunkt.

Ein Insider-Tipp

Mieten Sie ein Kanu oder nehmen Sie das Flussboot die Odense Å hinauf zum Freilichtmuseum Den Fynske Landsby — die grüne Route ist weit schöner als die Straße.

Anfahrt

Odense liegt an der Hauptstrecke zwischen Kopenhagen und Jütland; Züge brauchen etwa 75 Minuten von Kopenhagen. Das kompakte Zentrum erkundet man am besten zu Fuß oder mit der Straßenbahn.

Beste Besuchszeit

Sommer für das H.-C.-Andersen-Festival und das Flussleben; Dezember für den märchenhaften Weihnachtsmarkt.

Barrierefreiheit

Das Zentrum ist flach und weitgehend autofrei; Straßenbahn, Museen und Hauptattraktionen sind rollstuhlgerecht.

Ausstattung

RestaurantsCafesMuseumsParkingTrain StationCycling Paths