Nordø liegt an der Spitze der Redmole im Kopenhagener Nordhavn – dem einstigen Industriehafen, der sich derzeit in eines der ehrgeizigsten nachhaltigen Stadtviertel Nordeuropas verwandelt. Die Mole, an der früher Schiffe be- und entladen wurden, hat der Entwickler PFA in ein kompaktes, auf drei Seiten von Wasser umgebenes Quartier umgestaltet. Der Name – dänisch für 'Nordinsel' – bringt den Charakter des Ortes auf den Punkt: eine schmale Landzunge, die in den Hafen hineinragt und vom Morgen bis in den späten nordischen Abend das Licht des Wassers einfängt. Heute verbindet Nordø Wohnen, Büros und Hotellerie in einem dichten, fußgängerfreundlichen Raster moderner Architektur. Rund 115 energieeffiziente Wohnungen reihen sich an Hotelzimmer und Bürogebäude, deren Fassaden aus Backstein und Glas das industrielle Erbe des Hafens aufgreifen und zugleich nach vorn blicken. Promenaden säumen die Kaikanten, und vom Wasser aus öffnen sich einige der weitesten Ausblicke der Stadt – über das belebte Hafenbecken auf Kopenhagens sich wandelnde Skyline, die Kräne des Arbeitshafens und den Öresund dahinter. Für Besucher ist es eher die Kulisse als ein einzelnes Wahrzeichen, die reizt. Nordhavn als Ganzes ist ein Schaufenster dänischer Stadtplanung: Kanäle, umgenutzte Silos und Lagerhäuser, Kunst im öffentlichen Raum und eine fahrerlose Metro, die das Viertel in wenigen Minuten mit der Innenstadt verbindet. Nordø ist ein lohnender Halt auf einem längeren Spaziergang durch das Quartier – eine Kaffeepause einlegen, den Booten zusehen, die sich durch den Hafen schlängeln, und ein Viertel erleben, das rund um Fahrrad, Wasser und Tageslicht neu entsteht. Der Ort belohnt langsames Erkunden, besonders im langen Sommerlicht oder unter klarem Winterhimmel, wenn der Hafen silbern schimmert und das ganze Quartier zwischen Meer und Stadt zu schweben scheint.



