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Museen

Kunstmuseum Nivaagaard (Nivaagaards Malerisamling)

4.5· 1h 30m Besuch· Easy
Kunstmuseum Nivaagaard (Nivaagaards Malerisamling)

Das Kunstmuseum Nivaagaard, auf Dänisch Nivaagaards Malerisamling, ist eines der reizvollsten kleinen Kunstmuseen Dänemarks, versteckt in der Küstenstadt Nivå in Nordseeland zwischen Kopenhagen und Helsingør. Es entstand aus der privaten Leidenschaft des Gutsbesitzers und Industriellen Johannes Hage, der eine persönliche Sammlung europäischer Gemälde zusammentrug und, um sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, eigens ein Galeriegebäude in seinem Garten errichten ließ.

Das Museum wurde 1908 in einem würdevollen klassizistischen Bau eröffnet, und Hage vermachte sowohl die Sammlung als auch das umliegende Gelände einer Stiftung, damit sie für alle zugänglich blieben. Dieser Ursprung prägt den Besuch bis heute: Es ist ein Museum von menschlichem Maßstab, in dem man durch eine Handvoll intimer, von oben belichteter Säle geht statt durch endlose Gänge, und in dem die Werke mit dem Auge eines Sammlers ausgewählt wurden und nicht, um einen nationalen Überblick zu füllen.

Das Herz der Sammlung ist die alte Malerei. Hier finden sich italienische Renaissancewerke, niederländische und flämische Bilder des Goldenen Zeitalters sowie eine starke Gruppe dänischer Malerei des Goldenen Zeitalters. Zu den Höhepunkten zählen Werke, die mit Meistern wie Rembrandt, Lucas Cranach dem Älteren und Andrea Mantegna verbunden sind, neben Porträts, Landschaften und religiösen Szenen, die ein langsames, nahes Betrachten belohnen. Weil die Räume klein sind, hat man eine Leinwand oft fast für sich allein.

Ein bemerkenswerter Teil der Geschichte ist Hage selbst. Statt seine Bilder hinter den geschlossenen Türen eines Herrenhauses zu verbergen, errichtete er bewusst eine öffentliche Galerie und sicherte ihre Zukunft durch eine Stiftung, eine ungewöhnlich großzügige Geste für einen privaten Sammler seiner Zeit. Dieser bürgerliche Geist ist der Grund, warum eine Handvoll Gemälde von Weltrang in einer stillen Küstenstadt landete und nicht in einem Großstadtmuseum.

Der Besuch ist ruhig und unbeschwert. Ein Café blickt über den Garten, es gibt einen kleinen Museumsshop, und wechselnde Sonderausstellungen ergänzen die ständige Sammlung. Praktisch alle Haupträume sind stufenlos erreichbar, mit einer barrierefreien Toilette und Parkplätzen nahe dem Eingang, was den Besuch für Rollstuhlfahrer und Familien mit Kinderwagen angenehm macht, auch wenn einige der älteren Parkwege aus Kies bestehen und uneben sein können.

Das bekannteste Merkmal außerhalb der Mauern ist der Rhododendronpark. Ende Mai und Anfang Juni bricht der Garten in Wogen aus rosa, violetten und weißen Blüten aus, und viele Dänen kommen ebenso sehr wegen des Gartens wie wegen der Kunst. Der Herbst bietet stillere, goldene Spaziergänge, während der Winter die Architektur des Gebäudes und die kahle Struktur des Parks offenbart. Wann immer Sie kommen, nehmen Sie sich Zeit, auch draußen zu wandeln.

Die Anreise ist auch ohne Auto einfach. Nehmen Sie die Kystbanen-Küstenbahn von Kopenhagen Richtung Helsingør und steigen Sie am Bahnhof Nivå aus; das Museum liegt etwa zehn Gehminuten durch ein grünes Villenviertel entfernt. Mit dem Auto folgen Sie der Helsingør-Autobahn (E47/E55), nehmen die Ausfahrt Nivå und folgen den braunen Schildern; am Museum stehen kostenlose Parkplätze bereit. Die Lage an der Küstenbahn macht es zu einem idealen Halt auf einem Tagesausflug, der weiter nördlich auch Louisiana oder Schloss Kronborg einschließen kann.

Ein Insider-Tipp

Verbinden Sie den Besuch mit einem Kaffee im Museumscafé mit Blick auf den Park und legen Sie ihn in die Rhododendronzeit, wenn das Blütenmeer draußen fast mit den alten Meistern drinnen wetteifert.

Anfahrt

Nehmen Sie die Kystbanen von Kopenhagen Richtung Helsingør und steigen Sie am Bahnhof Nivå aus; von dort sind es etwa 10 Minuten Fußweg durch das Villenviertel zum Museum. Mit dem Auto fahren Sie über die Helsingør-Autobahn (E47/E55), nehmen die Ausfahrt nach Nivå und folgen der Beschilderung; am Museum gibt es kostenlose Parkplätze.

Beste Besuchszeit

Ende Mai bis Mitte Juni, wenn der Rhododendronpark in voller Blüte steht, ist die schönste Zeit; sonst sind Wochentagvormittage in den Sälen am ruhigsten.

Barrierefreiheit

Das Museum ist rollstuhlgerecht mit stufenlosem Zugang zu den meisten Ausstellungssälen, einer barrierefreien Toilette und Parkplätzen nahe dem Eingang; die Hauptwege des Parks sind ebenfalls befahrbar, einzelne Kieswege können jedoch uneben sein.

Ausstattung

CaféMuseum ShopFree ParkingWheelchair AccessibleGuided ToursRhododendron ParkToiletsFamily Activities