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Mejlø

Mejlø ist eine kleine, flache Insel im Lillestrand, dem geschützten Band flachen Wassers, das die Halbinsel Hindsholm vom offenen Kattegat an der Nordostspitze Fünens trennt. Unbewohnt und still schön, gehört sie zur berühmten Landschaft rund um Fyns Hoved – einem Mosaik aus Küstenwiesen, Salzwiesen, Strandwällen und klarem, ruhigem Meer, das zu den beliebtesten Naturgebieten Dänemarks zählt. Von der Küste bei Bogensø aus erscheint Mejlø als grüne Linie auf dem Wasser, deren beweidete Wiesen sich nur sanft über die Wasserlinie erheben.

Der wahre Reichtum der Insel ist ihre Tierwelt. Die umliegenden Flachwasserzonen und Seegraswiesen sind Kinderstube für Fische und Anziehungspunkt für Watt- und Wasservögel, während die durch Weidevieh offen gehaltenen Wiesen den Sommer über mit salztoleranten Pflanzen blühen. Auf nahen Sandbänken ruhen häufig Seehunde, und das stets wechselnde Licht über dem Wasser zieht seit Langem Maler und Fotografen an diese Küste.

Für Besucher ist Mejlø vor allem ein Ort zum Betrachten, nicht zum Erobern. Viele betreten die Insel nie, sondern bewundern sie von den Wegen und Landzungen von Fyns Hoved aus, einem der schönsten Wandergebiete Fünens, wo Pfade an steilen Kliffs, versteckten Buchten und weiten Meerblicken vorbeiführen. Während der Vogelbrutzeit sind Teile dieser küstennahen Naturgebiete geschützt, und der Zugang kann eingeschränkt sein; es empfiehlt sich daher, auf örtliche Beschilderung zu achten und etwaige Sperrungen zu respektieren.

Ob man sie von einem Kajak aus erblickt, das durch das spiegelglatte Wasser des Lillestrand gleitet, oder von einem windigen Höhenrücken bei Sonnenuntergang – Mejlø fängt das Wesen des dänischen Inselmeeres ein: bescheiden in der Größe, reich an Leben und zutiefst friedlich – eine kleine grüne Insel, die jene belohnt, die innehalten und einfach schauen.