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Lolland

Lolland ist Dänemarks viertgrößte Insel, eine weite, flache Ebene aus fruchtbarem Ackerland in der Ostsee südlich von Seeland. Schon der Name verweist auf das niedrige Land, denn große Teile der Insel liegen nur wenige Meter über dem Meer und werden von langen Deichen geschützt, die der Südküste ihr besonderes Gepräge geben. Die sanfte Landschaft aus Zuckerrübenfeldern, Alleen und weitem Himmel machte Lolland lange zu einer Kornkammer Dänemarks; heute ist die Insel zugleich ein Vorreiter erneuerbarer Energien mit zahlreichen Windrädern und Versuchen zur Wasserstoffnutzung. Das größte Ziel ist der Knuthenborg Safaripark, der größte Safaripark Nordeuropas, in dem Löwen, Nashörner, Giraffen und Tiger durch einen historischen Gutspark streifen. Bei der Stadt Maribo umgeben stille Seen eine schlanke mittelalterliche Domkirche und laden zu Wanderwegen, Vogelbeobachtung und Bootsfahrten ein. Die alte Hafenstadt Nakskov, die größte der Insel, lockt mit engen Gassen, Werftgeschichte und einem verzweigten Fjord, ideal zum Kajakfahren. An der Südküste erstrecken sich breite Sandstrände wie Kramnitse und Hummingen bis zum Horizont, während in Rødbyhavn das große Spaßbad Lalandia liegt. Geschichtsfreunde besuchen Schloss Aalholm und das Reventlow-Museum in Pederstrup, Sitz des Reformers, der die Aufhebung der Schollenbindung mitbewirkte. Rødby ist zudem dänischer Fährhafen nach Deutschland und Standort des gewaltigen Fehmarnbelt-Tunnels, der derzeit gebaut wird. Mit gemächlichem Tempo, gut ausgebauten Radwegen und dem weiten Licht der Ostsee bietet Lolland ein ruhigeres, authentisches Dänemark — ein Land der Herrenhöfe, Apfelplantagen, kleinen Fischerdörfer und flachen, warmen Badegewässer. Hofläden und Märkte locken mit Zucker, Äpfeln und frischem Gemüse aus der reichen Erde der Insel.