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Schloss Jægerspris

Schloss Jægerspris

Schloss Jægerspris liegt auf der Halbinsel Hornsherred in Nordseeland, unweit von Frederikssund und den Ufern des Roskilde-Fjords. Es zählt zu den ältesten königlichen Schlössern Dänemarks; seine Ursprünge reichen bis ins Mittelalter zurück, als an dieser Stelle ein befestigter Hof namens Abrahamstrup stand. Über die Jahrhunderte ging das Gut durch die Hände der Könige, doch vor allem ist es als geliebtes Zuhause König Frederiks VII. und seiner bürgerlichen Gemahlin, der Gräfin Danner, in Erinnerung geblieben. Heute ist das Schloss ein Museum, und die königlichen Gemächer sind nahezu so erhalten, wie das Paar sie Mitte des 19. Jahrhunderts hinterließ — mit Möbeln, Porträts und persönlichen Gegenständen, die ihr ungewöhnliches gemeinsames Leben lebendig werden lassen. Frederik VII., der letzte absolute Monarch Dänemarks und jener König, der 1849 die erste freie Verfassung des Landes unterzeichnete, verbrachte hier seine Sommer und ging seiner Leidenschaft für Archäologie und Altertümer nach. Nach seinem Tod gründete Gräfin Danner auf dem Gut eine wohltätige Einrichtung für arme und verwaiste Mädchen — eine Stiftung, die bis heute besteht. Ihr Grab befindet sich im umliegenden Park. Dieser Park ist einer der größten Schätze des Schlosses. Im romantischen Stil angelegt, ist er mit mehr als fünfzig Gedenksäulen aus Sandstein geschmückt, die der Bildhauer Johannes Wiedewelt im 18. Jahrhundert entwarf und die je einer bedeutenden Gestalt der dänischen Geschichte gewidmet sind. Grabhügel, ehrwürdige Bäume und gewundene Wege laden zu stillen Spaziergängen in jeder Jahreszeit ein. Besucher können die historischen Räume durchwandern, mehr über das königliche Leben des 19. Jahrhunderts und die bemerkenswerte Geschichte der aus einfachen Verhältnissen aufgestiegenen Gräfin erfahren und den Park erkunden. Jægerspris bietet eine seltene, intime Begegnung mit Dänemarks Vergangenheit — königlich, persönlich und eingebettet in eine schöne Landschaft.