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Städte· Freier Eintritt

Holstebro

4.1· 3h Besuch· Easy
Holstebro

Holstebro ist eine lebendige Kulturstadt in Westjütland und eines der wichtigsten Zentren der Region, gelegen am Ufer des Flusses Storaa. Obwohl die umgebende Landschaft typisch jütländisch-ländlich ist, hat sich die Stadt selbst einen landesweiten Ruf für ihr mutiges Bekenntnis zu Kunst und Theater erworben und übertrifft für eine Stadt ihrer Größe die Erwartungen bei weitem.

Holstebros Wurzeln reichen bis ins Mittelalter zurück, als die Stadt an einem Übergang über die Storaa entstand und zur Marktstadt wurde, die im 13. Jahrhundert das Stadtrecht erhielt. Jahrhundertelang war sie ein bescheidenes Handelszentrum für das umliegende Ackerland. Brände verheerten die Holzstadt immer wieder, sodass vieles von dem, was man heute sieht, aus dem 19. und 20. Jahrhundert stammt. Der große Wendepunkt kam in den 1960er Jahren, als ein zukunftsorientierter Stadtrat beschloss, dass Kultur - nicht nur Handel - die Zukunft Holstebros prägen sollte.

Das berühmteste Symbol dieser Entscheidung steht auf dem Rathausplatz: Alberto Giacomettis Bronzeskulptur 'Frau auf dem Wagen'. Als die Stadt dieses Werk des berühmten Schweizer Künstlers 1966 erwarb, sorgte es landesweit für Aufsehen - viele hielten es für übertrieben, dass eine Provinzstadt so viel für moderne Kunst ausgab. Heute ist die schlanke, langgestreckte Figur das geliebte Wahrzeichen der Stadt und begründete eine Tradition öffentlicher Skulpturen, die Straßen und Plätze füllt. Ein weiterer kultureller Grundpfeiler ist das Odin Teatret, das international renommierte Experimentaltheater von Eugenio Barba, das 1966 nach Holstebro zog und die Stadt zu einem Wallfahrtsort für Theaterschaffende weltweit machte.

Eine bemerkenswerte Geschichte rankt sich um den Giacometti-Kauf: Die Kulturverantwortlichen der Stadt mussten den Erwerb angeblich gegen erhebliche Kritik verteidigen, mit dem Argument, Kunst gehöre in den Alltag gewöhnlicher Menschen und nicht nur in die Galerien der Hauptstadt. Diese Überzeugung erwies sich als prophetisch - Holstebro wurde zum Vorbild für kulturelle Investitionen in der dänischen Provinz, und die Kunstsammlung der Stadt breitet sich heute über die Fußgängerzone aus.

Ein Besuch ist entspannt und lohnend. Das Zentrum ist kompakt, gut zu Fuß erreichbar und meist eben, mit breiten Einkaufsstraßen, Cafés und dem Marktplatz im Herzen. Sie können einem selbstgeführten Kunstpfad zwischen Skulpturen und Installationen folgen, in den Geschäften bummeln oder die Kunst- und kulturhistorischen Museen besuchen. Der Fluss Storaa und die Grünflächen bieten eine Verschnaufpause. Die Barrierefreiheit ist gut: ebene befestigte Flächen, Behindertenparkplätze nahe dem Platz und öffentliche Toiletten im Zentrum, wobei einige ältere Kopfsteinpflasterbereiche uneben sein können.

Die beste Reisezeit ist der Sommer von Mai bis September, wenn die Außencafés öffnen und Straßen und Marktplatz vor Leben sprühen; am Samstagvormittag herrscht das lebhafteste Markttreiben. Die Skulpturen kann man jedoch zu jeder Jahreszeit genießen, und der Winter verleiht den stillen Straßen einen besonderen Charme.

Die Anreise ist unkompliziert. Holstebro liegt in Westjütland mit eigenem Bahnhof an der Strecke zwischen Struer und Vejle/Skjern; von Aarhus dauert die Fahrt mit Umstieg etwa 1,5 bis 2 Stunden. Mit dem Auto folgen Sie der Schnellstraße Route 18 oder der Route 16 von Herning, etwa 40 km südöstlich. Das Zentrum und fast alle Sehenswürdigkeiten liegen in kurzer, bequemer Gehweite von Bahnhof und Parkplätzen.

Ein Insider-Tipp

Beginnen Sie bei Giacomettis 'Frau auf dem Wagen' auf dem Rathausplatz - sie wurde 1966 erworben und machte die Stadt für ihr Engagement für Kunst bekannt. Folgen Sie danach dem Kunstpfad zu Fuß; viele Skulpturen stehen frei zwischen den Fußgängerzonen, sodass ein ruhiger Spaziergang weit mehr enthüllt, als die Reiseführer erwähnen.

Anfahrt

Holstebro liegt in Westjütland. Mit dem Zug erreichen Sie den Bahnhof Holstebro auf der Strecke zwischen Struer und Vejle/Skjern; von Aarhus dauert die Fahrt mit Umstieg etwa 1,5-2 Stunden. Mit dem Auto folgen Sie der Route 18 (Schnellstraße) oder der Route 16 von Herning (ca. 40 km südöstlich). Das Zentrum und die meisten Sehenswürdigkeiten liegen in kurzer Gehweite vom Bahnhof.

Beste Besuchszeit

Der Sommer (Mai-September) ist am schönsten, wenn die Fußgängerzonen und der Marktplatz voller Leben sind und die Außencafés geöffnet haben. Am Samstagvormittag ist die Stadt am lebhaftesten mit Markttreiben. Die Kunstwerke lassen sich das ganze Jahr über erleben.

Barrierefreiheit

Das Zentrum ist weitgehend eben mit breiten, gepflasterten Fußgängerzonen, sodass man sich mit Rollstuhl und Kinderwagen gut fortbewegen kann. Nahe dem Marktplatz gibt es Behindertenparkplätze und im Zentrum öffentliche Toiletten. Einige ältere Kopfsteinpflasterflächen können uneben sein.

Ausstattung

Public Art TrailPedestrian Shopping StreetsCafes And RestaurantsMuseumsTheatrePublic ParkingTrain StationPublic ToiletsTourist Information