Haunstrup ist ein kleines Dorf im welligen Land Westjütlands, eingebettet zwischen Herning und den offenen Heiden, die diesen Teil Dänemarks prägen. Das Leben verläuft hier gemächlich, mit Bauernhöfen, Hecken und stillen Wegen, die in Kiefernforste und sandiges Heideland übergehen. Die eindrucksvollste Geschichte der Gegend liegt gleich im Norden, wo im 20. Jahrhundert die Braunkohlegruben bei Søby ausgehoben wurden; verlassene Gruben füllten sich mit Wasser und hinterließen eine raue, seenreiche Landschaft, die Birken und Heide inzwischen zurückerobert haben. Wanderer und Radfahrer kommen wegen der markierten Wege, der Angelseen und des Gefühls weiter, ungestörter Horizonte. Im Sommer blüht die Heide violett über den Hügeln, im Herbst bringen Pilze und goldenes Licht Farbe in die Wälder. Haunstrup bietet keine Menschenmengen und kaum große Monumente — nur ehrliche dänische Natur, Industriegeschichte in Reichweite und die tiefe Ruhe des inneren Jütlands.
