Gedser ist Dänemarks südlichste Stadt und liegt am äußersten Zipfel der Insel Falster an der Ostsee. Die kleine Fährstadt gilt als Tor nach Süden: Von hier nimmt die Fähre Kurs auf Rostock und verbindet Skandinavien mit dem Kontinent. Wenige Kilometer südlich erhebt sich das Gedser Odde, der südlichste Punkt des Landes, wo ein schlanker Leuchtturm, weite Strände und ein fast beständiger Wind aufeinandertreffen. Die Region zählt zu den besten Orten Dänemarks für den Vogelzug; im Frühjahr und Herbst beobachten Ornithologen die großen Schwärme ziehender Vögel. Gedser trägt auch ein Stück Windkraftgeschichte: 1957 errichtete Johannes Juul hier eine wegweisende Windturbine, einen Vorläufer moderner Anlagen. Heute lockt der Ort mit ruhigen Gassen, breiten Badestränden, Radwegen und dem unverwechselbaren Gefühl, am äußersten Rand des Landes zu stehen, wo Meer und Himmel den Horizont beherrschen.