Schloss Frederiksborg ist das größte Renaissanceschloss Skandinaviens und eines der spektakulärsten Bauwerke Dänemarks, verteilt auf drei kleine Inseln in einem See in Hillerød nördlich von Kopenhagen. Es wurde im frühen 17. Jahrhundert als königliche Residenz für König Christian IV. erbaut und ersetzte ein älteres Schloss an derselben Stelle. Seine roten Backsteintürme, Spitztürme und Sandsteindetails erheben sich direkt aus dem Wasser auf eine Weise, die Besucher noch heute innehalten lässt.
Ein schwerer Brand im Jahr 1859 zerstörte einen Großteil des Inneren, doch das Schloss wurde nach alten Plänen und Gemälden sorgfältig wiederaufgebaut, nicht zuletzt dank der Unterstützung des Brauers J. C. Jacobsen von Carlsberg. 1882 wurde es als Museum für Nationalgeschichte wiedereröffnet, das es bis heute ist. Im Inneren entfalten sich fünfhundert Jahre dänischer Geschichte durch die größte Porträtsammlung des Landes, dazu Möbel und bildende Kunst. Zu den Höhepunkten zählen die reich verzierte Schlosskapelle — vom Feuer weitgehend verschont — mit ihrer berühmten Compenius-Orgel von 1610 sowie prunkvolle Säle wie der Rittersaal.
Draußen fällt der wiederhergestellte Barockgarten in symmetrischen Terrassen ab und ist frei zugänglich, auch ohne Museumsbesuch. Der Eintritt ins Schloss kostet für Erwachsene 90 DKK und für Kinder von 6–15 Jahren 25 DKK. Kommen Sie im Frühling oder Sommer, um den Garten in seiner schönsten Form zu sehen, und früh am Tag, um dem Andrang zu entgehen. Für den klassischen Blick gehen Sie um den See herum und schauen zurück auf das im Wasser gespiegelte Schloss. Nehmen Sie die S-Bahn nach Hillerød und gehen Sie dann etwa fünfzehn Minuten zu Fuß.
Ein Insider-Tipp
Machen Sie einen Spaziergang um den See für die beste Aussicht auf das Schloss. Der Barockgarten ist kostenlos.
Anfahrt
S-Bahn nach Hillerød (40 Min ab Kopenhagen), dann 15 Min zu Fuß.
Beste Besuchszeit
Frühling und Sommer für den Garten. Vormittags für weniger Besucher.
Barrierefreiheit
Teilweise zugänglich. Aufzug zu den meisten Bereichen.

