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Fiskeøen

Fiskeøen – wörtlich ‚die Fischinsel' – ist ein winziges künstliches Eiland im Sortedams Sø, dem nördlichsten der drei zusammenhängenden Becken, die Kopenhagens geliebte Seen (Søerne) bilden. Die Insel liegt an der Grenze zwischen dem pulsierenden Stadtteil Nørrebro und der alten Innenstadt und ist eine von zwei kleinen Vogelinseln; ihre Nachbarin ist Fugleøen, die Vogelinsel. Obwohl Fiskeøen bescheiden groß und für Besucher gesperrt ist, spielt sie eine wichtige Rolle im Naturleben der Hauptstadt: Ihre schilfgesäumten Ufer und das niedrige, dichte Grün bieten Blässhühnern, Haubentauchern, Reihern sowie den allgegenwärtigen Schwänen und Enten der Stadt Nist- und Rastplätze – ein stiller Zufluchtsort inmitten einer dicht bebauten Metropole. Man erlebt Fiskeøen nicht, indem man sie betritt, sondern indem man sie von den baumbestandenen Promenaden aus betrachtet, die den See umsäumen. Das Wasser ist flach – selten mehr als ein bis zwei Meter tief – und an stillen Morgen wird es spiegelglatt und gibt die Silhouette der Insel vor Dächern, Kirchtürmen und ziehenden Wolken wieder. Die Kopenhagener joggen, radeln und flanieren auf den Wegen und halten auf Bänken inne, um die Vögel zwischen Fiskeøen und Fugleøen gleiten zu sehen, während die Stadt sanft im Hintergrund summt. Die Seen zählen zu den beliebtesten Freiräumen Kopenhagens – ein grün-blaues Band, das sich durch die Viertel zieht – und Fiskeøen ist ein kleiner, aber charaktervoller Teil davon. Im Sommer treiben Kajaks und Tretboote vorbei; im Winter überzieht Frost das Schilf, und das ganze Becken kann silbern und still daliegen. Kommen Sie für die Atmosphäre, nicht für eine abzuhakende Sehenswürdigkeit: ein gemächlicher Spaziergang am Ufer, die Spiegelungen, die Vogelwelt und die seltene Freude über eine wilde kleine Insel im Herzen einer großen nordischen Hauptstadt.