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Bakkehuset

Versteckt an der Rahbeks Allé im grünen Stadtteil Frederiksberg ist das Bakkehuset eines der stimmungsvollsten literarischen Häuser Kopenhagens. Von 1802 bis 1830 war es die Wohnstätte von Kamma und Knud Lyhne Rahbek, und unter ihrem Dach wurde es zum pulsierenden Herzen des dänischen Goldenen Zeitalters. Der Schriftsteller und Kritiker Knud Lyhne Rahbek versammelte die führenden Köpfe der Epoche um seinen Tisch, während seine Frau Kamma – berühmt für ihren scharfen Witz, ihre hingebungsvollen Briefe und die kleinen verzierten Schachteln, die sie fertigte – einem Haus vorstand, das Dichter, Denker und Künstler anzog. Adam Oehlenschläger wohnte hier als junger Mann, und Gestalten wie N.F.S. Grundtvig, Hans Christian Andersen und Johan Ludvig Heiberg gingen durch seine Räume. Heute ist das niedrige, gelb getünchte Haus als Museum erhalten, das diese versunkene Welt mit seltener Intimität bewahrt. Beim Gang durch die bescheidenen Räume mit den niedrigen Decken begegnet man Möbeln, Porträts, Manuskripten und persönlichen Gegenständen, die den Alltag vor zwei Jahrhunderten lebendig werden lassen. Kammas geliebter Garten, ihr Arbeitszimmer und die Stuben, in denen einst das Gespräch funkelte, gehören alle zum Erlebnis und vermitteln ein anschauliches Gefühl dafür, wie sich Kunst und Freundschaft im Dänemark des frühen 19. Jahrhunderts verflochten. Neben den festen Interieurs zeigt das Bakkehuset wechselnde Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen, die den Geist des Hauses lebendig halten und das Goldene Zeitalter mit der Literatur und den Ideen der Gegenwart verbinden. Der Garten bleibt eine stille Zuflucht vor der umgebenden Stadt, fast wie zu Kammas Zeiten. Für alle, die sich von dänischer Literatur, Kulturgeschichte oder einfach dem Charme eines gut erhaltenen historischen Heims angezogen fühlen, bietet das Bakkehuset ein sanftes, nachdenkliches Gegenstück zu den größeren Attraktionen Kopenhagens. Es ist ein Ort zum Innehalten, zum Erahnen längst vergangener Gespräche und zum Spüren der Wärme eines Hauses, das einst die feinsten Stimmen einer Nation nährte.